Deutschland ist Weltmeister in der Mobile App-Nutzung

Apps sind die Mini-Version von Computerprogrammen – für die Imagingwelt bieten sie ein riesiges Innovationspotenzial. Sie sind Türöffner für neue Technologien, begeistern Foto- und Videoenthusiasten für Augmented Reality, Bildbearbeitung, durch künstliche Intelligenz oder Luftbildaufnahmen mit Multicoptern. Als Instrument der Markenbildung wecken sie das Interesse neuer Zielgruppen und schlagen die Brücke zwischen traditioneller und smarter Fotografie. Bis 2016 gaben Analysten zum Besten, dass der App-Markt boomt, die App-Downloads und damit der weltweite Umsatz von Jahr zu Jahr kontinuierlich anstiegen. Neueste Untersuchungen zeigen, dass die App-Nutzung in Deutschland um +13 Prozent wächst während die Zahl der App Neuinstallationen weltweit zurückgeht.

In den USA verlieren Mobile Apps an Boden: Seit 2014 ist die App-Nutzung hier um mehr als ein Viertel (-28 Prozent) zurückgegangen. Und auch im europäischen Durchschnitt stagnieren die App-Öffnungszahlen zunehmend (+4 Prozent). Einzig in Deutschland bleiben die Nutzer den mobilen Anwendungen treu: Bei der App-Nutzung haben die Deutschen mit einer Steigerung von +13 Prozent klar die Nase vorn. Dies ist das Ergebnis des aktuellen Adobe Digital Insights (ADI) Report zum Mobile World Congress 2017, für die im Zeitraum von Januar 2014 bis Dezember 2016 mehr als 1,7 Billionen Visits auf über 16.000 weltweiten Websites sowie mehr als 130 Milliarden App-Launches von über 1.000 Mobile Apps ausgewertet wurden. Neue Mobile Apps kommen den Nutzern demnach immer seltener aufs Smartphone: Die Zahl der Neuinstallation hat sich in den vergangenen zwei Jahren europaweit um -5 Prozent verringert. In den USA gehen die App Neuinstallationen sogar um -38 Prozent zurück – ein dramatischer Rückgang, der Europa in den nächsten Jahren erreichen könnte.

Smartphones boomen weiter – Tablets verlieren an Bedeutung

Als beliebtestes Device setzt das Smartphone seinen Siegeszug fort: Seit 2014 ist die Zahl der Smartphone Visits in Europa um satte +156 Prozent angewachsen (Deutschland: +185 Prozent). Desktop Visits verlieren hingegen weiter an Boden (-25 Prozent). Tablets verzeichnen in den vergangenen zwei Jahren kaum noch Visit-Zuwächse (+6 Prozent). Der Tablet Anteil am Gesamt-Traffic ist in den meisten europäischen Ländern rückläufig und fällt im Durchschnitt auf 10 Prozent zurück. Nicht ganz so bei den deutschen Nutzern: In den europäischen Tablet-Charts liegt Deutschland mit einer Visit-Steigerung von +21 Prozent auf Platz zwei hinter Finnland (+29 Prozent). Der Anteil am Traffic, der über Tablets auf Websites gelangt, bleibt hierzulande seit 2014 stabil bei rund 10 Prozent.

„Die beeindruckenden Wachstumszahlen bei der Smartphone-Nutzung machen vor allem eines deutlich: An Mobile geht künftig kein Weg vorbei. Klar wird mit Blick auf die weltweiten App-Einbußen aber auch: Unternehmen müssen in Zukunft digitale Erlebnisse bereitstellen, die nicht bloß auf mobilen Geräten verfügbar sind – sie müssen für mobile Geräte konzipiert sein und den mobilen Kunden in seiner jeweiligen Nutzungssituation mit genau den richtigen Inhalten erreichen. Relevanz und Mehrwert sind gerade bei Mobile die entscheidenden Erfolgskriterien. Dass wir in Deutschland diesbezüglich eine Vorreiterrolle einnehmen und als einziges Land eine wachsende App-Nutzung im zweistelligen Prozentbereich vorweisen können, freut mich natürlich ganz besonders. Mit einer ansprechenden App haben viele deutsche Unternehmen den Einstieg in ein umfassenderes Mobile Kundenerlebnis geschafft, auf dem sie aufbauen können“, so Stefan Ropers, Managing Director Central Europe bei Adobe.

Quelle: Adobe

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